Direkter Echolot-Vergleich auf dem Lowrance HDS Pro 9: Airmar TM185HW mit detailreichen Fischsicheln im Vergleich zum Active Imaging HD 3-in-1 Transduce

High-End-Duell im Mittelmeer: Lowrance HDS Pro 9 im direkten Vergleich – Active Imaging HD 3-in-1 gegen den Airmar TM185HW High-Wide CHIRP vor Alicante

Wer auf dem Meer unterwegs ist – sei es beim pelagischen Fischen vor Küstenstrukturen oder beim Aufspüren von Räubern im Freiwasser –, weiß, dass das Echolot die Augen unter Wasser sind. Doch Echolot ist nicht gleich Echolot. Während Multifunktionsdisplays wie das Lowrance HDS Pro 9 das technologische Rechenzentrum an Bord bilden, hängt der entscheidende Unterschied zwischen „etwas erahnen“ und „präzise sehen“ primär von einer Komponente ab: dem Transducer (Geber).

Für unseren diesjährigen Härtetest vor der Traumkulisse von Alicante habe ich mir das Lowrance HDS Pro 9 geschnappt und einen direkten, kompromisslosen Praxisvergleich gefahren, auf den viele von euch gewartet haben: Der moderne Standard-Allrounder Active Imaging HD 3-in-1 im direkten Duell mit dem mächtigen Airmar TM185HW 1kW High-Wide CHIRP Transducer.

Was die beiden Geber im realen Salzwasser-Einsatz leisten, wo die Stärken liegen und warum der TM185HW gerade bei der Fischdetektion neue Maßstäbe setzt, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Erfahrungsbericht.

1. Das Test-Setup: Lowrance HDS Pro 9 als Rechenzentrale

Als Display kam das Lowrance HDS Pro 9 zum Einsatz – eine echte Macht, wenn es um ultraschnelle Prozessorleistung, gestochen scharfe Touch-Displays und die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer hochfrequenter Datenströme geht. Das HDS Pro bietet die perfekte Plattform, um die immensen Datenmengen beider Geber sauber und ohne Latenzen aufzusplitten oder im Vollbild darzustellen.

Ziel des Tests war es herauszufinden, wie sich die Darstellung von Fischen, Struktur und Bodenhärte unter realen Bedingungen im salzigen Küstenrevier von Alicante unterscheidet, wenn man den High-End-Standard-Geber direkt gegen einen echten 1-Kilowatt-Kraftprotz von Airmar antreten lässt.

2. Kandidat A: Der Active Imaging HD 3-in-1 – Der Allrounder für Struktur und SideScan

Der Active Imaging HD 3-in-1 ist der Standard-High-End-Geber für die allermeisten modernen Lowrance-Installationen. Er vereint CHIRP-Sonarsuche, FishReveal, SideScan und DownScan in einem kompakten Gehäuse.

  • Die Stärken auf See: Wenn es darum geht, Strukturen am Grund, versunkene Wracks, Felsformationen oder Kanten kartografisch und visuell perfekt abzubilden, liefert der Active Imaging HD dank extrem hoher Frequenzen eine sensationelle Detailtiefe. Die Kombination mit FishReveal im DownScan-Modus macht es extrem leicht, Fische, die direkt an Strukturen stehen, visuell zu trennen.
  • Im Praxiseinsatz vor Alicante: Über flacherem Grund oder beim Absuchen von Unterwasserstrukturen zeigt der Geber gestochen scharfe Bilder der Bodenbeschaffenheit. Bei der reinen Erkennung einzelner pelagischer Fische im weiten, tiefen Wasser stößt er jedoch physikalisch an die Grenzen seiner Leistungsklasse, da die Abstrahlkeule und die reine Sendeleistung (unter 1 kW) für extreme Tiefen nicht optimiert sind.

3. Kandidat B: Der Airmar TM185HW 1kW CHIRP – Die Sicheln-Revolution

Jetzt kommt der echte Gamechanger für alle, die Fischdetektion auf absolutem Profi-Niveau suchen: Der Airmar TM185HW (High Wide CHIRP mit satten 1.000 Watt Sendeleistung).

  • Die technischen Fakten: Mit einer konstanten Leistung von 1 kW (1000 Watt) pumpt dieser Geber geballte Energie ins Wasser. Der „High Wide“-Bereich deckt ein extrem breites Frequenzband ab und bietet gleichzeitig einen konstanten Abstrahlwinkel von 25 Grad über den gesamten Frequenzbereich.
  • Das Ergebnis auf dem Display: Wie im direkten Vergleich auf dem Wasser unverkennbar zu sehen ist, sieht man über den TM185HW die Fische und deren Sicheln im Sonar-Bild deutlich besser, detailreicher und schärfer als beim Active Imaging HD 3-in-1.

4. Der direkte Vergleich im Real-Life-Einsatz: Warum der TM185HW bei Fischen dominiert

Wer die Sonar-Screens nebeneinanderlegt, versteht sofort, warum passionierte Meeres- und Tiefenangler bereit sind, in solche 1kW-Systeme zu investieren:

  1. Die Fischsicheln (Arch Definition): Der Active Imaging HD zeigt Fische im Freiwasser oft als kompakte Punkte oder kleinere Bögen. Der Airmar TM185HW hingegen zeichnet Lehrbuch-Sicheln, die so scharf und kontrastreich getrennt sind, dass man sofort die Größe des Fisches und seine Position innerhalb des Kegels ablesen kann.
  2. Die Signalstärke in der Tiefe: Dank der 1.000 Watt Sendeleistung dringt das Signal des TM185HW tief in die Wassersäule ein, ohne dass das Echo durch das Rauschen des Salzwassers verschluckt wird. Selbst in größeren Tiefen vor der Küste von Alicante blieben die Echos glasklar und knackig.
  3. Der breite Kegel (High Wide): Durch den konstanten 25-Grad-Winkel deckt man im Mittelwasser einen enormen Bereich ab, ohne dass die Auflösung am Rand des Kegels leidet. Man verpasst schlicht keinen Raubfisch mehr, der seitlich des Bootes vorbeizieht.

5. Fazit: Welcher Geber für welchen Zweck?

Der Praxistest vor Alicante hat einmal mehr gezeigt, dass es das „eine“ perfekte Allheilmittel nicht gibt, sondern dass der Einsatzzweck entscheidet:

  • Der Active Imaging HD 3-in-1 bleibt die erste Wahl, wenn ihr ein All-in-One-System sucht, das euch fotorealistische SideScan- und DownScan-Bilder von Strukturen liefert und im Allround-Einsatz perfekt performt.
  • Der Airmar TM185HW (1kW) ist hingegen die absolute Waffe für kompromisslose Fischfinder. Wer primär wissen will, wo die Fische stehen, wer pelagisch fischt oder in anspruchsvollen Tiefen unterwegs ist und dabei gestochen scharfe, massive Fischsicheln sehen muss, für den führt kein Weg am TM185HW vorbei.

In Kombination mit dem Lowrance HDS Pro 9 holt ihr das absolute Maximum aus eurer Boots elektronik heraus – für echte Werft-Qualität auf dem Wasser!

Euer Kai

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert