Maximale Modularität für SideScan und DownScan: Der Lowrance Active Imaging 2-in-1 im Detail
Beim Aufbau eines professionellen, kompromisslosen Bordnetzwerks auf modernen Sport- und Angelbooten prallen oft zwei physikalische Welten aufeinander: Während hochauflösende Struktur-Scans (SideScan und DownScan) exakt im laminaren Wasserstrom am Spiegelheck platziert werden müssen, um eine makellose, seitliche Abdeckung zu garantieren, verlangt das traditionelle CHIRP-Sonar nach ganz anderen Einbaubedingungen. Wer die perfekte Tiefen- und Fischdetektion in großen Wassertiefen sucht, stößt mit starren All-in-One-Lösungen schnell an Grenzen.
Mit dem Lowrance Active Imaging 2-in-1 (Artikelnummer: 000-14490-001) bietet Lowrance die ideale hardwareseitige Trennung dieser Disziplinen. In diesem tiefgehenden Fachartikel analysieren wir den 2-in-1-Geber bis ins kleinste Detail: von der physikalischen Funktionsweise der Struktur-Scan-Elemente über die strategischen Vorteile der getrennten Geber-Architektur bis hin zur perfekten Setup-Praxis auf dem Wasser.
Teil 1: Die Technologie – Reiner Fokus auf SideScan und DownScan
Der Verzicht auf ein integriertes traditionelles CHIRP-Element ist bei diesem Geber kein Manco, sondern ein gezieltes ingenieurstechnisches Konzept zur Maximierung der Signalqualität im Struktur-Bereich.
- High-Resolution SideScan-Abtastung: Die seitlichen Piezokeramiken sind so konzipiert, dass sie extrem schmale, aber horizontal weit reichende Akustikkeulen aussenden. Das Resultat ist eine fotorealistische Darstellung von Unterwasserstrukturen, Steinpackungen, versunkenen Bäumen und Kanten links und rechts des Bootskurses.
- Präzises DownScan Imaging: Durch die Nutzung hoher Frequenzen liefert der vertikale Abwärts-Scan ein Bild, das fotorealistischen Aufnahmen ähnelt. Futterfischschwärme, am Grund liegende Raubfische und Bodenstrukturen werden sauber voneinander getrennt, ohne dass störende Mehrfachechos das Bild verschmieren.
- Keine internen Signalinterferenzen: Da keine traditionellen 2D-Frequenzen im selben Gehäuse arbeiten, entfallen jegliche thermischen oder elektromagnetischen Übersprechungen im Geber selbst. Jede Frequenz arbeitet in absoluter Isolation.
Teil 2: Technische Spezifikationen und Hardware-Ausstattung (Art.-Nr. 000-14490-001)
Der Geber ist kompromisslos auf den harten, professionellen Einsatz im rauen Bootsalltag ausgelegt:
- Artikelnummer:
000-14490-001 - Kabellänge: Ausgestattet mit einem 7,6 Meter (25 ft) langen Anschlusskabel, das selbst auf größeren Konsolen- und Kabinenbooten eine direkte, verlustfreie Verlegung bis zum Steuerstand oder zum Display erlaubt.
- Anschluss: Robuster, wasserdichter 9-Pin-Stektor, der für die direkte Signalübertragung an kompatible Lowrance- und Simrad-Systeme optimiert ist.
- Strömungsoptimiertes Gehäuse: Die aerodynamische Form verhindert Verwirbelungen und Kavitationsblasen, die bei schneller Fahrt zu Störungen im SideScan-Bild führen könnten.
Teil 3: Die architektonischen Vorteile – Warum getrennte Wege für CHIRP und Struktur?
Erfahrene Skipper und professionelle Angler schätzen die 2-in-1-Architektur aus mehreren gewichtigen Gründen:
- Absolute Freiheit bei der 2D-Geberwahl: Da der Active Imaging 2-in-1 die Struktur-Arbeit übernimmt, können Sie für das traditionelle CHIRP-Sonar exakt den Geber wählen, der zu Ihrem Revier passt – sei es ein leistungsstarker Durchbruchgeber (Thru-Hull) aus Bronze/Edelstahl für tiefe Küstengewässer oder ein spezieller In-Hull-Geber (Schieß-durch-den-Rumpf).
- Optimierte Montageorte: Strukturgeber (SideScan) benötigen eine freie Sicht nach links und rechts, weshalb sie außen am Spiegelheck platziert werden müssen. Traditionelle 2D-Geber für die Tiefenmessung unter Extrembedingungen arbeiten oft besser an anderer Stelle im Rumpf. Die Trennung erlaubt die jeweils perfekte Positionierung.
- Zukunftssicherheit und Skalierbarkeit: Bestehende, hochwertige 2D-Installationen müssen beim Umstieg auf moderne Struktur-Scans nicht rückgebaut werden. Der 2-in-1-Geber ergänzt das System nahtlos.
Teil 4: Kompatibilität und Systemintegration
Der Active Imaging 2-in-1 ist perfekt in die etablierten High-End-Architekturen von Lowrance und Simrad eingebunden:
- Direkte Kompatibilität: Lässt sich ohne zusätzliche Module direkt an performante Systeme wie die Lowrance HDS LIVE, HDS Carbon, Elite FS sowie entsprechende Simrad-Plotter (z. B. NSS evo3S) anschließen.
- Parallele Nutzung im Netzwerk: In Kombination mit einem zweiten Geber für die traditionelle Fischortung entsteht ein leistungsstarkes Multi-Sonar-Setup, das auf dem geteilten Bildschirm (Split-Screen) alle Informationen parallel und verzögerungsfrei darstellt.
Teil 5: Setup-Praxis und Montage-Hinweise für maximale Performance
Damit der Active Imaging 2-in-1 auf dem Wasser sein volles Potenzial entfaltet, sind bei der Installation folgende praxisnahen Schritte einzuhalten:
- Schattenfreie Platzierung am Spiegelheck: Achten Sie darauf, dass weder der Bootskiel, Trimmklappen noch der Unterwasserteil des Außenborders oder Bugmotors den seitlichen Abstrahlwinkel des SideScans blockieren. Jedes Hindernis im Strahlengang erzeugt einen blinden Fleck.
- Höhenjustierung zur Vermeidung von Kavitation: Montieren Sie den Geber so, dass die Unterkante bündig oder minimal unter der Rumpfkante liegt. Zu tief montiert erzeugt er starken Widerstand und Spritzwasser; zu hoch montiert saugt er bei Gleitfahrt Luft an, was das SideScan-Bild sofort unbrauchbar macht.
- Getrennte Kabelführung: Verlegen Sie das 7,6-m-Kabel konsequent fernab von starken Bordstromleitungen, Batteriekabeln oder elektrischen Bugmotor-Versorgungen, um induktive Einstörungen im hochfrequenten Bildmaterial zu verhindern.
Mit dem Lowrance Active Imaging 2-in-1 (Art.-Nr. 000-14490-001) erhalten Sie ein präzises, modulares Werkzeug, das Ihnen die volle Kontrolle über die Struktur- und Unterwasseranalyse auf jedem Gewässer gibt, ohne Kompromisse bei der restlichen Echolot-Infrastruktur eingehen zu müssen.
