Lowrance Echolot- & Plotter-Guide: Optimale Einstellungen für HDS Pro, Elite, Eagle & Eagle Eye
Jede Geräteserie von Lowrance hat ihre eigenen Stärken und richtet sich an unterschiedliche Ansprüche auf dem Wasser. Während die Eagle-Serie für unkomplizierten Plug-and-Play-Spaß steht, bieten Elite FS und das High-End-Kraftpaket HDS Pro kompromisslose Performance, High-Definition-Sonar und volle Netzwerk-Vernetzung (NMEA 2000 & Ethernet).
Dieser Guide zeigt dir, wie du gerätespezifisch das Maximum aus deinem Lowrance-System herausholst.
1. Die Lowrance-Modellreihen im Überblick & ihre Besonderheiten
- Lowrance Eagle & Eagle Eye:
- Zielgruppe & Technik: Ideal für Einsteiger und Angler, die ein helles IPS-Display (bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar) und eine unkomplizierte Bedienung suchen. Die Eagle Eye-Variante bringt zudem Live-Sonar-Funktionen in diese Preisklasse.
- Setup-Tipp: Nutze die automatischen Grundeinstellungen als Basis, aber korrigiere den Kontrast manuell, um Fische im flachen bis mittleren Bereich klarer abzuheben.
- Lowrance Elite FS (Fishing System):
- Zielgruppe & Technik: Der perfekte Allrounder für ambitionierte Raubfischangler. Bietet Multi-Touchscreen, Ethernet-Anschluss für ActiveTarget und volle NMEA-2000-Kompatibilität.
- Setup-Tipp: Aktiviere hier unbedingt die Custom-Farbpaletten und passe die Ping-Geschwindigkeit an deine Angeltechnik an.
- Lowrance HDS Pro (High Definition System):
- Zielgruppe & Technik: Das absolute Profi-Flaggschiff. Unterstützt Active Imaging HD, die ultrascharfe Live-Ansicht mit ActiveTarget 2 sowie Dual-Channel-CHIRP (z. B. zwei Frequenzen gleichzeitig über separate Geber).
- Setup-Tipp: Da das HDS Pro extrem rechenstark ist, kannst du problemlos mehrgeteilte Bildschirmansichten (z. B. Karte, 2D-Sonar und SideScan gleichzeitig) nutzen, ohne dass das System verlangsamt.
2. Die wichtigsten Grundeinstellungen für ein sauberes Echolotbild
Unabhängig davon, ob du ein Eagle oder ein HDS Pro fährst – mit diesen Stellschrauben verhinderst du Störungen und siehst mehr Fisch:
Geber-Auswahl und Frequenz (Transducer Installation)
- Stelle im Menü unbedingt sicher, dass genau der Geber ausgewählt ist, den du am Boot montiert hast (z. B. Active Imaging 3-in-1 oder Active Imaging HD). Wenn hier ein falscher Geber hinterlegt ist, rechnet das Gerät Tiefe und Struktur falsch.
- High-CHIRP (200 kHz): Für das präzise Suchen von Einzelzähnen, Barschen und Zandern im Vertikalbereich oder flacheren Wasser.
- Medium-CHIRP / Wide: Ideal, um einen breiteren Kegel unter dem Boot abzudecken und Fische zu sehen, die seitlich vom direkten Lot stehen.
Störungsfilter (Noise Rejection) & Oberflächenklarheit
- Fehler: Viele Angler stellen den Störungsfilter auf „Hoch“, weil das Bild dann so herrlich „sauber“ aussieht.
- Besser: Setze den Noise Rejection auf Niedrig oder Mittel. Zu hohe Filter verschlucken kleine Fischsicheln und feine Köderpräsentationen.
- Oberflächenklarheit (Surface Clarity): Regle diese so hoch, dass das störende Rauschen von Wellen an der Wasseroberfläche verschwindet, aber lass sie niedrig genug, um oberflächennahe Köderfische nicht auszublenden.
Farbpaletten für maximale Kontraste
- Verlasse dich nicht auf die blassen Standard-Paletten.
- Wähle eine kontraststarke Palette (z. B. Palette mit dunklem Hintergrund oder die klassischen Glut-Farben), bei der harte Bodenstrukturen (Felsen, harter Ton) in Signalfarben und weicher Schlamm dunkel dargestellt werden. Fische stechen in solchen Paletten sofort als harte Farbsignaturen hervor.
